Sehnsucht – Februar

Gastbeitrag von Dorothea Elsner zum Kalenderblatt „Sehnsucht“ aufgenommen in Kopenhagen / Dänemark.

Sehnsucht / Kopenhagen

Sehnsucht / Kopenhagen

Ein Tag in Kopenhagen – morgens um 5:00 Uhr zum Flughafen und um 8:00 Uhr an der Vesterbrogade frühstücken …

Nach einem halben Tag in der Innenstadt führte uns der Weg in die Randbezirke der Stadt auf der Suche nach etwas Typischem, dem besonderen Bild, einer Erinnerung an diesen Tag. Die Innenstadt, wenn auch mit der ein oder anderen interessanten Fassade, glich mit ihren Geschäften doch zu sehr anderen europäischen Städten und die Restaurants schienen ihre Speisekarten voneinander abgeschrieben zu haben. Aber es sah so aus, als sollten wir auch hier nicht fündig werden.

Triste Wohn- und Bürogebäude zierten die breite Straße … wäre da nicht der farbenfrohe Bus des Kopenhagener Stadtverkehrs, der genau in dem Moment an der Haltestelle hielt. Er wirkte wie eine Einladung, wie eine Verbindung in eine andere, farbenfrohe, lebendige Welt.

Natürlich ist der Bus für die an der Haltestelle Wartenden zunächst nur ein Transportmittel, das sie genau dort hin bringt, wohin sie wollen. Auch wir waren an dem Morgen mit der gleichen U-Bahn gefahren, die mich jeden morgen in die Innenstadt Münchens bringt. Und doch war es an diesem Tag die erste Etappe auf dem Weg nach Kopenhagen, einer Reise in ein anderes Land, ein kleiner Schritt zur Realisierung einer Sehnsucht, eines Traums, die Welt kennenzulernen, Neues zu sehen, zu hören, zu schmecken, sich inspirieren zu lassen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Mir kam eine Geschichte von Andrea Konnerth in den Sinn: Die Sehnsucht, die so gerne die Welt sehen möchte und doch für jeden Vorschlag, der ihr gemacht wird, eine perfekte Ausrede hat, um doch nicht losgehen zu können. Natürlich hätte es bei uns auch viele Argumente gegen diesen Kurztrip gegeben – einer guten Idee stehen häufig unzählige Argumente und Bedenken entgegen, die uns in Sehnsucht verharren lassen.

Trotzdem haben wir die Möglichkeit, die Gelegenheit wahrzunehmen, „in den jetzt haltenden Bus einzusteigen“ und erste Schritte hin zur Realisierung des Traums zu gehen. Nicht morgen, nächstes Jahr oder „wenn ich in Rente bin“ – Lebe im Hier und Jetzt! Wir sollten heute viel mehr das tun, was uns wirklich wichtig ist und unsere Kraft und Energie in die Ziele investieren, die wir in unserem Leben erreichen wollen und diese nicht auf ein Später verschieben.

Es ist schade, wenn unsere Träume Sehnsüchte bleiben, die mit der Zeit an Kraft verlieren und verblassen.

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