utopisches zwei

Wer auch immer utopisches eins gelesen hatte, fragte sich wohl „Warum, zum Henker, hat er es utopisches eins genannt, wenn es kein utopisches zwei gibt“

Zu Recht.

Es war einem Übermaß an Arbeit, einer weiteren Rom Reise und einem gewissen Verlust des Momentums geschuldet, das „zwei“ nicht so geschwind auf „eins“ folgte, wie das vielleicht wünschenswert gewesen wäre.

Es gab tatsächlich ein gewisses utopisches Momentum, das mich auf dieser kleinen Nordlandfahrt trieb. Seit meiner Doktorarbeit, anno Tobak, die sich auch mit dem Thema Utopie befasste, wollte ich immer schon einmal nach Bargfeld.

Warum, könnte man fragen, zieht es einen Menschen an den Zusammenfluss der Lutter mit dem Schmalwasser. Es ist das Haus mit der Nummer 37, das mich nach Bargfeld, ebenso wie nach Celle zog.

Es ist der Name Arno Schmidt.
Seine Person.
Sein Werk.

Der Zettelkasten

Der Zettelkasten

Als Fotograf war es letztendlich eine Plethora an privaten Schnappschüssen, die ich hie wie da sehen wollte. Ich wollte wirklich einmal durch das Auge des verehrten Sprachjongleurs blicken, versuchen ihm mit dem Blick des Fotografen auf meinem ureigenen Terrain näherzukommen – wissend, dass ich ihm in sprachlichen Hinsicht wohl nie entsprechen werde.

Bei einer ersten Begegnung mit Arno Schmidt, ich las als siebzehnjähriger seine „Gelehrtenrepublik“, war es wohl Verstörung, die unser Verhältnis prägte. Ich frage mich, ob die Kuratoren der Ausstellung im Bomann Museum in Celle, die übrigens heute ihre Tore schließt, ähnliches im Sinne hatten. Ein dunkler Raum, eine Fülle von Objekten, assoziiert mit Schmidts Werk. Fragmentarisch, so wie auch seine Vorgehensweise, bei aller Akribie, war. Für den, der die Texte kannte, war die Sammlung ebenso faszinierend, wie für die, die sich auf die Macher der Ausstellung einließen und ihren Hinweistafeln folgten. Gewiss gab es da Auslassungen – aber wie will man ein übervolles schriftstellerisches Leben in maximal dreihundert Quadratmeter packen.

Die grüne Lederjacke

Die grüne Lederjacke

Was bleibt?

Lichter, Artefakte, Verspieltes, Dramatisches, Authentisches … viele Dinge die hoffentlich zum Lesen oder wieder lesen der Werke Arno Schmidts ermuntern. Als Mensch wie als Fotograf empfand ich die relative Leere und Stille in der Ausstellung an diesem Tag eher als wohltuend – auch wenn man dem Meister mehr Aufmerksamkeit gewünscht hätte.

Und in Bargfeld?

Früher Nachmittag.
26 Grad im Schatten.
Ein VW Bus voller, nein ich schreib das jetzt nicht, die jede Menge Unsinn von sich gaben, letzteres aber in gnadenlosen Lautstärke. Man wusste nicht ob man angesichts der nonchalant vorgetragenen Ignoranz lachen oder weinen sollte.

Bilder aus den Privatissimum

Bilder aus den Privatissimum

Arno Schmidts Fotografien reflektieren die Ursprünglichkeit, die ich mir erhofft hatte. Sie ermöglichen einen Zugang zur kleinen Welt eines großen Schriftstellers, der sich gar zu gerne hinter der Komplexität seine Gedankengänge verborgen hat. Sein Blick auf das platte Land, auf kleine Details der Landschaft, auf seine Lebensgefährtin, auf „bürgerliche“ Errungenschaften, die wohl doch nicht so unwichtig waren … zeigen eine andere Seite des Autors. Eine Seite, die man seinen Schriften so nicht entnehmen kann, eine Seite, die aber seinen scharfen Blick für das Detail in seinen Romanen erklärt.

Es wäre interessant eine ähnliche Ausstellung mit solchen Fotos von Ernest Hemingway zu gestalten. Wenn es denn die Bilder gäbe …

Growth II

Why do I always associate growth with plants … I did find this theme of  „Post a Day“ particularly interesting; still I could not take my focus of flowers. Maybe the growth of children is seen more as long term process, maybe I associate it to strongly with education. I do know that children grow, as I just had to foot another clothes bill :-), but as a photographer … Maybe it is that you cannot really document growth in children,  unless you do serial work. The latter I usually prefer – but for this little competition it seemed a little inappropriate.

May I show you another flower?

This picture is very dear to me, as I caught a Lilly the night it decided to unfold.

Almost like birth.

Now before I get carried away on the subject … at least you don’t have to shell out on diapers 🙂