Schatten

sagen zwar nicht alles, aber sie geben einem Bild Tiefe, pflegte mein alter Lehrer zu sagen. Manchmal bewirken Schatten sogar den Unterschied zwischen einem langweiligen Bild und einer Darstellung, die zum Nachdenken einlädt.

Schattenwerfendes

gefangenes Licht

Entgegenstrebend.

Lebendige Schatten

Mich befriedigt dieses Bild nicht völlig, weil mich die Schatten im Bokeh rechts stören – nach der japanischen Ästhetik macht es gerade dieser Fehler perfekt. Mich hatte allerdings der Schattenwurf der Blütenblätter zu der Aufnahme angeregt.

Jeder Anfänger konzentriert sich beim Photographieren zu sehr auf das Offensichtliche und übersieht das Nebensächliche. Mein schönster Fehler war vor vielen, vielen Jahren ein wunderschönes Portrait, nur dass der Porträtierten ein Ast aus dem linken Ohr wuchs …

Manchmal sind es aber gerade die Nebeneffekte, die ein Bild besonders machen – so die Schatten der Blütenblätter in dieser Aufnahme. Ich weiß nicht, wer meiner geschätzten LeserInnen Tanizakis Jun’ichiros „Lob des Schattens“ kennt und eigentlich ist diese Aufnahme viel zu hell um der japanischen Ästhetik zu genügen; trotzdem glaube ich, dass der Meister sie zu schätzen wüsste …

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